Brunner

Schreibweise

Zen Brunen, Zbrunn, Zbrun, Bruner, Brunner

Bedeutung

Brunnen, brunno, brun(ne) bedeutet sowohl "Quelle" als auch "Brunnfassung" mit Stock, Röhre, Becken und Brunnenabfluss.

Herkunft

Auch dieses Geschlecht hat sich in Lötschen gebildet und kommt nicht aus Luzern, wie in verschiedener Literatur angenommen wird. Nach der Überlieferung habe ein Brunner sein Haus beim Brunnen zu Tennmatten gehabt. Es gibt mehrere Flurnamen im Lötschental, die an diesen Namen erinnern: Brunnig-Bletscha (Blatten), Brunnischleyf (Wiler), Brunnä östlich des Faldumstafels, Brunnäbebm auf dem Gebiet der Kummenalp, Gattunbrunnä auf der Gattenalp.

Nachweis

Am 22. September 1315 verpachteten für 18 Jahre Brunodus de Lyech (Lötschental) und seine Söhne Ulrich und Walter eine Weide gelegen am Rotten. Ob Brunodus mit dem Namen Brunner identisch ist oder mit dem Geschlecht Brunod, welches in Siders 1392 auftritt ist fraglich.

Im Jahr 1396 ist Johannes und Claus zen Brunen bei der Anlobung der Steuern in Kippel anwesend.

Verzweigung

Der Name hat sich von Tennmatten nach Wiler verzweigt. Die Brunner sind daher alteingesessene Wiler, die ausgewandert und in Wiler im Jahr 1933 mit Werlen-Brunner Anna Maria ausgestorben sind.